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A/B Test – Definition & wie du damit deine Conversion-Rate erhöhst!

 

A/B Testing ist eine bewährte Methode um zwei verschiedene Varianten eines Systems (z.B. Webseite) zu testen, um damit z.B. die Conversion Rate einer Landingpage zu erhöhen. Wir erklären dir was alles hinter dem Begriff steht und wie du A/B Tests für die Optimierung deiner Webseite verwenden kannst.
 
Im Grunde ist das Prinzip hinter A/B Tests ganz einfach. Du versuchst mit der gleichen Anzahl an Besuchern – Traffic, mehr Umsatz zu generieren. Die Kosten für beispielsweise Google Ads sollen gleich bleiben, aber der Umsatz weiter erhöht werden. Wichtig ist, dass du bei diesen Tests immer nur eine bestimmte Sache änderst.
 


 

Inhaltsverzeichnis:

Was genau ist ein A/B Test?
Wann & wo sollte ich A/B Testings durchführen?
Die Sales auf einer Landingpage steigern
Google Snippets Klickrate mit A/B Tests optimieren
Durch A/B Testing die Absprungrate verringern
Bei welchen Elementen sollte ich A/B Tests durchführen?

 


Was genau ist ein A/B Test?

A/B Test Erklärung 

Bei einem A/B Test werden 2 verschiedene Landingpages mit jeweils einer Zielgruppe getestet. In der Praxis sieht das beispielsweise so aus: Du erstellst eine Landingpage und sendest 1000 Besucher mit Google Ads auf diese Seite. Von den 1000 Besuchern, entscheiden sich 40 dafür dein Produkt zu kaufen.
 
Dann nimmst du eine kleine Veränderung auf deiner Landingpage vor, du änderst die Farbe des Bestellbuttons. Dann schickst du wieder 1000 Besucher mit Google Ads auf diese Seite. Jetzt haben sich 60 Leute dafür entschieden dein Produkt zu kaufen. Das heißt, der A/B Test hat funktioniert und du hast, mit nur einer kleinen Veränderung, deinen Umsatz gesteigert.

 
Wie in unserer Infografik dargestellt, kannst du dir in etwa den Verlauf eines A/B Testes vorstellen. Vor allem wichtig bei dem A/B Testing ist, dass du immer nur eine Sache an deiner Landingpage änderst. Veränderst du mehrere Sachen, ist es nicht mehr nachvollziehbar an was genau die Conversion-Rate Steigerung/Senkung gelegen hat.

Wann & wo sollte ich A/B Testings durchführen?

 
Wir gehen mal davon aus, dass du A/B Tests bei einer Webseite durchführen möchtest. Dabei kannst du nicht nur die Verkäufe bei deiner Landingpage optimieren, sondern beispielsweise auch die Klickrate deiner Google Snippets und somit auch dein Rankings verbessern.
 
A/B Tests kannst du in jeder Branche einsetzen. Vor allem interessant ist es bei Landingpages mit dem Ziel Leads oder Sales zu generieren. Aber auch beim SEO einer Webseiten, ist diese Methode des Testens für die Optimierung teilweise ein sehr wichtiger Bestandteil.

Die Sales auf einer Landingpage steigern

 
Am häufigsten werden diese Tests verwendet um bei einer Landingpage die Sales und damit den Umsatz zu steigern. Wer einen Online Shop oder generell eine Verkaufsseite besitzt und kein A/B Testing durchführt, dem entgeht im Normalfall einiges an Geld. Denn durch einfache Veränderungen (z.B.: Farbe des Kaufen Buttons) können schon deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden.
 
Ein A/B Testing ist nicht eine einmalige Sache, es ist ein ständiger Prozess an dem eine längere Zeit gearbeitet werden muss. Damit eine Landingpage perfekt performt, braucht es einiges an Geduld und massenweise an Arbeit.

Google Snippet Klickrate mit A/B Tests optimieren

A/B Testing Google Snippet
Im SEO Bereich ist das A/B Testing vor allem bei Google Snippets beliebt, um die Klickrate zu optimieren und damit bessere Rankings zu erzielen. Denn wird ein Ergebnis öfter angeklickt, dann wirst du wahrscheinlich auch eine bessere Position bekommen.
 
Das wichtigste Tool dabei ist die Google Search Console, dort bekommst du alle wichtigen Daten die du brauchst um deine Klickrate optimieren zu können. Fang bei deinen wichtigsten Seiten an und arbeite dich langsam in die eher unwichtigeren durch.
 
Schritt 1: Sieh dir in der Google Search Console die CTR (click through rate) zu den wichtigsten Keywords deiner Webseite an. Erstelle dann eine Excel Tabelle und trage dort die Keywords, Seite & den gesamten Text deines Google Snippets ein.
 
Schritt 2: Schaue dir die anderen Suchergebnisse (vor allem die von Google Ads) an und vergleiche was sie richtig machen und du noch nicht. Versuche dann deinen Title zu verbessern.
 
Schritt 3: Warte darauf, bis dein Snippet wieder mindestens 500 Impressionen vorweisen kann. Vergleiche nun die CTR mit der in deiner Excel Tabelle. Ist diese deutlich angestiegen, war der A/B Test erfolgreich und du kannst weiter Änderungen testen.

Durch A/B Testing die Absprungrate verringern

 
Mithilfe von Google Analytics ist es garnicht so schwer die Absprungrate mithilfe von A/B Tests positiv zu beeinflussen. Suche dir dazu eine Seite mit einer auffallenden Absprungrate heraus und trage die dazugehörigen Daten in eine Excel Tabelle ein. Versuche zu analysieren, was du bei dieser Seite falsch gemacht hast und warum die Leute diese sofort wieder verlassen.
 
Hast du eine Idee wie du die Seite verbessern könntest (Überschrift verbessern, Content besser aufbereiten, Lösung sofort anbieten, …) kannst du das in die Tat umsetzten und nach ein paar Tagen oder Wochen die Absprungrate erneut ansehen. Dann solltest du die Daten miteinander vergleichen, das machst du solange, bis du eine „normale“ Absprungrate erreichst.
 

SEO Tipp:

Versuche immer im ersten Absatz dem Besucher das zu geben, nach dem er gesucht hat! Man würde denken, dass wenn man Antwort der Suche des Users erst später beantwortet verlängert sich die Sitzungsdauer. Dem ist aber nicht so, bekommt der Besucher nicht sofort das nach dem er sucht, verlässt er die Webseite wieder.

Bei welchen Elementen sollte ich A/B Tests durchführen?

 
Eigentlich kannst du bei fast allen Elementen deiner Webseite A/B Tests durchführen, es sind dir also keine Grenzen gesetzt. Vom Theme bis hin zu einem neue formulierten Satz in der Produktbeschreibung stehen dir alle Möglichkeiten offen. Wir zeigen dir die wichtigsten Elemente, bei denen du unbedingt Tests durchführen solltest.

Teste zuerst die Überschrift

Der erste A/B Test auf deiner Landingpage sollte sich auf die Überschriften und den Content beziehen. Das wichtigste Element ist natürlich das, welches der Besucher zuerst sieht und ist meist die Überschrift.
 
Teste dabei deine Art der Formulierung, die Farbe und auch die Schriftart. Diese Tests kannst du auch bei deinem Fließtext durchführen. Achte vor allem darauf, dass dein Fließtext die Vorteile deines Produktes verständlich erklärt und er sich einfach lesen lässt.

Die Bilder sind eines der wichtigsten Faktoren

Bei den meisten Landingpages, bekommt man sofort ein Bild vom Produkt zu sehen. Es ist wichtig, dass dieses Bild qualitativ hochwertig ist und das Produkt von seiner besten Seite zeigt. Handelt es sich um ein physisches Produkt, können verschiedene Winkel, von denen man das Produkt sieht, getestet werden.
 
Geht es nicht um ein physisches Produkt sondern um einen Ratgeber in Form eines E-books oder eines Videokurses, ist es wichtig die Art der „Präsentation“ des Produktes zu testen. Bei manchen funktioniert ein Verkaufsvideo und zu manchen ein einfacher Text besser. Am besten du probierst beides aus und holst den größtmöglichen Umsatz aus deinem Projekt heraus.

Call-to-Action Button

CTA Button optimieren
Bei einem Call-to-Action Button kannst du die Form, den Text & die Schriftart testen. Du solltest aber mit dem Text beginnen – ein paar Vorschläge: Jetzt kaufen, Jetzt bestellen, In den Warenkorb, Sofort Kaufen, jetzt zuschlagen, …
 
Hast du den passenden Text für deinen CTA Button gefunden, geht es ans Design. Hier kannst du verschiedene Farben und Schriftarten teste. Wenn du eine Inspiration für deinen CTA Button willst kannst du dir den Artikel: 15 Call-To-Action Beispiele von Seokratie durchlesen, sehr empfehlenswert!
 

Führe auch einen A/B Test mit deinem Preis durch!

Es wäre natürlich sehr schön, wenn man sein Produkt um 20% teurer verkauft und dadurch die Conversion-Rate erhöht? Dann hätte man mehr Sales und dazu auch noch mehr Gewinn/Verkauf – ein wahrer Traum für jeden Unternehmer. Ich habe so etwas bei einem meiner Projekte getestet.
 
Mein Produkt kostete Anfangs € 22,98 und war auf Amazon erhältlich. Von 2000 Besuchern entschieden sich 9,45% für einen Kauf. Nach der Erhöhung des Preises auf € 29,98 entschieden sich von 2000 Besuchern 14,80% dafür mein Produkt zu kaufen. So eine Veränderung kann die Conversion Rate und auch den Gewinn deines Produktes deutlich steigern, also solltest du es nicht unversucht lassen.
 
 
 
 

Autor:


 
Autor Noah BurkhardNoah Burkhard

Inhaber von Kreacom
Besessen von Onpage-Optimierung, Content Marketing & Linkaufbau (Offpage-Optimierung)
burkhard@kreacom.at

 
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